Kollektion
Vom Fotomodell zum Pressefotografen
Als Kind zweier Pressefotografen stand ich schon von Geburt an vor der Kamera.
Seit über 40 Jahren bin ich nun selbst unterwegs: als Absolvent der Bayerischen Staatslehranstalt für Photographie in München und nach der Prüfung an der Handwerkskammer für München und Oberbayern zum Fotografenmeister als selbständiger Pressefotograf.
Ein Archivfund mit Geschichte
Schon immer haben mich alte Pressefotos interessiert: von vorne, mit Motiv und möglichen Retuschen, aber auch von hinten, mit den Angaben auf der Rückseite.
Es war ein Glücksfall, dass ich vor über 15 Jahren den Restbestand der Fotoarchive Münchener Bildbericht (MBB) und Bayerische Bildgesellschaft (BABIG) erwerben konnte: alte Glasplatten, Roll- und Kleinbildfilme, Negativordner, Geschäftsunterlagen und Schwarz-Weiss-Fotos.
Leider haben die teils über 100 Jahre vergangene Zeit, Staub und Wasserschäden in den Lagern des alten Archivs dem Fotomaterial sehr zugesetzt.
Digitalisierung als zweite Chance
Eine sehr große Hilfe ist die moderne Technik der Digitalisierung, um die alten Vorlagen zu restaurieren oder zu colorieren und das Erleben der Bilder zeitgemäßer zu machen.
Der bewegte Clip lässt den Betrachter mit dem Kamerablick des Fotografen den möglichen Moment nach dem Foto miterleben.
Wissen sichern
Ich sehe diese Seiten nicht nur als Präsentation der Bilder als Archiv, sondern auch als Möglichkeit, das verlorengehende Wissen über Pressefotografen und die Arbeitsweisen von Bildagenturen zu sichern.
Mir liegen die Namen der beteiligten Fotografen meist nur als Kürzel aus ein oder zwei Buchstaben vor. Manche konnte ich entschlüsseln: BA (Baronin von Almeida), BR (Minti Beer), FK (Fred Koch), vc (Sigrid von Carlowitz), Rösner, von der Osten, Willi Klein oder Klaus Wissel. KR, L, LEB, MBB, MF, MK, PH, RE, RJ, GK und andere Fotografen warten noch auf eine Decodierung.